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Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. Mai 1949 verkündet und hat sich bis heute als Fundament der deutschen Demokratie bewährt. Die Artikel des Grundgesetzes stehen über allen anderen deutschen Rechtsnormen. In ihnen sind die grundlegenden staatlichen System- und Wertentscheidungen festgelegt.

Viele Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben zu einer Einschränkung der Grundrechte geführt. In der Geschichte der Bundesrepublik ist dies ein einmaliger Vorgang. Es ist eine historische Herausforderung für verantwortliche Politiker*innen, in diesem Risikomanagement die schwierige Abwägung zwischen dem Schutz von Gesundheit und Leben der Bevölkerung einerseits und der Grundrechte andererseits vorzunehmen.

Für die einen ist Himmelfahrt, für die anderen Vatertag. Während Jesus in den Himmel stieg, geht es auf der Erde heute eher um Alkohol.

Bier, Schnaps und Bollerwagen: Woher kommt der Vatertagsbrauch?

In Deutschland fällt der Vatertag auf den kirchlichen Feiertag Christi Himmelfahrt. Eine Erklärung dafür ist, dass der Vatertag als Gegenprogramm zu Christi Himmelfahrt etabliert wurde: Statt des religiösen Festes für den „Vater im Himmel“ gab es ein weniger frommes für den „Vater auf Erden“. Während Christi Himmelfahrt jedoch seit dem vierten Jahrhundert gefeiert wird, ist der irdische Vatertag eine recht neue Erfindung: In Deutschland gibt es ihn noch keine 100 Jahre. Viele Männer in Deutschland trinken und wandern an Vatertag – und bleiben unter sich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte der Bedeutungsverlust christlicher Feste wie Christi Himmelfahrt fort. Statt der Flur-/ Bittprozession an diesem Tag gab es die sogenannte Vatertagstour, mit viel Alkohol. Der übermäßige Konsum von Alkohol galt oft auch als Initiationsritual - saufen wie ein Mann. Dann gehörte man in den Kreis der Großen.

Ich bin - soviel ich weiß - kein Vater, somit bleibe ich daheim - oder spiele mit der Drehorgel vor einem Altenheim.