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Orgel in der Kathedrale Santiago

Jakobsweg und zurück in Hochheim

Am letzten Tag in Santiago habe ich noch ein Führung in spanischer Sprache in der Kathedrale mitgemacht, die über gesamte Empore ging. Früher haben hier auch die Pilger übernachtet - und mit dem Botaufumeiro, dem großen Weihrauchfass in der Kathedrale - sollten die nicht sonderlich aufbauenden Gerüche übertüncht werden. Diese Führung, von der ich kaum etwas verstand, gab mir die Gelegenheit, Fotos zu machen, die nicht alltäglich sind. So z. B. eine Hälfte der Orgel.
Neben den vielen Eindrücken auf dieser Tour hat mit eine besonders ergriffen:

"Sänfte" für einen Menschen mit einem Handicap

Wohl für einen Querschnittsgelähmten wurde eine "Sänfte" gebaut, die von zwei Personen bewegt wurde. Dabei zog eine Person vorne, eine hinten an jeweils einer Stange. In der Mitte, oberhalb des Einrades saß die Person, die transportiert wurde. Mit diesem Gefährt gingen/fuhren sie den Jakobsweg. Trotz Handicap konnte dieser Person den Jakobsweg begehen. Vor dem Begleitpersonal kann ich nur den Hut ziehen! Mit diesem Gefährt waren sie auch noch schneller als ich mit dem Rucksack. Nochmals Hut ab.

Santiago - Frankfurt/Hahn - Mainz - Hochheim - gegen 20 Uhr war ich zu Hause. Caos, da mein Bad gerade neu gemacht wird. Rücksack in die Ecke gestellt und auf in den nächsten Gutsausschank und mit Freunden noch einen Wein getrunken.

Das Laufen auf dem Jakobsweg ist wieder mal vorbei - das Pilgern noch nicht.

Buen Camino

Heute am 4. April 2018 wird in Deutschland der Tag der älteren Generation begangen. Es ist ein internationaler Aktionstag, der Menschen auf die Situation und die Belange der älteren Generation aufmerksam machen soll.
Es gibt verschiedene Vorstellungen darüber, ab wann eine Gruppe von Menschen zu den Senioren gehört. Am häufigsten werden in Deutschland 50, 55 oder 60 Jahre als Altersgrenze genannt. Typisch für die Mehrheit der Senioren im engeren Wortsinn ist der in Kürze bevorstehende oder bereits vollzogene teils gleitende, teils abrupte Rückzug aus dem Erwerbsleben.
Aufgrund der demografischen Entwicklung ist künftig damit zu rechnen, dass ältere Menschen später als heute aus dem Erwerbsleben ausscheiden und Unternehmen vermehrt auf den Rat von ehemaligen Mitarbeitern angewiesen sein werden, die sich eigentlich in Rente/Pension befinden. Andererseits stellen Senioren, volkswirtschaftlich betrachtet, auch eine Problemgruppe dar, da sie in großem Umfang Kapital verbrauchen und im Gegenzug kaum neues Kapital bilden und da sie die Systeme der sozialen Sicherung in den letzten Jahren ihres Lebens stark belasten.

Das Ziel ist erreicht! 

Belohnung

Von Padron ging es heute nach Santiago de Compostela. Natürlich gab es wieder Regen - dafür gab es kein Frühstück. Auf in die nächste Bar. Toast mit Tomate war heute mein Frühstück. Selbstverständlich darf der Kaffee nicht fehlen. Ja, es ist für mich der letzte Pilgertag. Aber es reicht mir auch wieder!  Die nächste Zeit werde ich das Auto nutzen oder den öffentlichen Nahverkehr.

Mit der Renovierung der Fassade der Kathedrale ist man wohl fast fertig. Für die Renovierung vom Dach und den verschiedenen Kuppel der Kathedrale wird man wohl noch einige Jahre benötigen. Auch in der Kathedrale wird nun renoviert. Zum nächsten heiligen Jahr 2021 wird die Kathedrale wohl in neuem Glanz erscheinen. Ein Heiliges Compostelianisches Jahr wird immer dann begangen, wenn der 25. Juli, Festtag des Apostel Jakibus, auf einem Sonntag fällt.

Bon camino


 

 

Wasser, Wasser, Wasser

Täglich haben wir hier auf dem Jakobsweg mindestens einen heftigen Regenschauer. Da sollte man man auf die Wolken achten.  Die Bäche sind voller Wasser und an vielen Stellen sind die Wanderwege in kleine Bäche verwandelt. Das Wasser sucht sich schon seinen Weg. Da heißt es aufpassen wohin man tritt. Einige kritische Stellen waren schon auf die Wassermassen vorbereitet. Man hatte einige Steine so ins Wasser gelegt, dass der Pilger trockenen Fußes in Santiago ankommen kann. Leider bin ich bei einem Stein abgerutscht und ins Wasser getreten der linke Schuh wollte mal wieder Wasser ziehen. Aber wofür hat man Ersatz Strümpfe und Ersatzschuhe. Zweimal pro Tag darf einem das natürlich nicht Tag passieren.
Ein Foto von kritischen Stellen habe ich nie gemacht. Ich bin immer wieder froh gewesen, wenn ich eine solche schwierige Stelle verlassen konnte.

Mein Weg heute am Dienstag ging von Arcade nach Caldas de Rei.

Bon camino